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PERROT VERSENKREGNER

Entwicklung neuer Regner mit 3D gedruckten Teilen



DAS UNTERNEHMEN:


Die Firma Perrot Regnerbau Calw besteht schon seit dem Jahr 1925 und gilt als führende europäische Marke in der Sportrasen-Beregnung. Ganze 14 von 18 deutsche Erstligisten aus der Bundesliga nutzen Beregnungsanlagen aus dem Hause Perrot. Auch bei den letzten Weltmeisterschaften und olympischen Spielen kamen Regner von Perrot zum Einsatz. Bei anspruchsvollen Golfplätzen, sowie Tennis und etc. sind die unterscheidlichen Beregnungssysteme nicht mehr wegzudenken.

Weiter bietet Perrot Lösungen für viele andere Bereiche, wie Entsorgung des Enteisungsabwasser an Flughäfen, Staubbindungsanlagen oder flexible Kupplungen an. Seit Anfang 2017 gehört Perrot nun der Firma „THE TORO COMPANY“ an, einem amerikanischen Hersteller von Maschinen und Geräten für die Rasen und Landschaftspflege.

Das Unternehmen ist ständig auf der Suche nach neuen Lösungen und Verbesserungen, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Dadurch kam die Zusammenarbeit mit der tewipack Uhl GmbH im Bereich 3D Druck zustande. Wir sind nicht nur in direkter Nachbarschaft, wir arbeiten auch in Sachen Klebetechnik bereits erfolgreich lange Jahre zusammen.

Mittlerweile ist fast jedem klar, dass 3D Druck in der Zukunft in fast allen Bereichen eine große Rolle innehalten wird. Durch den 3D Druck kann unter anderem die Entwicklung neuer Produkte durch Prototyping deutlich beschleunigt und ökonomisch erschwinglicher gestaltet werden. Von genau diesen Vorteilen konnte auch Perrot in der Zusammenarbeit profitieren. Erfahren Sie mehr in unserem Bericht.


Die Anwendung:


① Die 3D gedruckte Verteilerdose

Für die Firma Regnerbau Perrot haben wir drei verschiedene Teile gedruckt. Die Verteilerdose für die Hydra-Reihe der Rasenberegnung ist zentraler Bestandteil des Hydra-Regners.

CAD Modell der Verteilerdose: Der Weg von der Idee hin zur Umsetzung dauerte mit dem Loctite® EQ PR 10.1 nur wenige Stunden. In dieser kurzen Zeit erhält man dank der DLP Technologie einen detailgetreuen und funktionsfähigen Prototypen.  
3D gedruckte Bauteile: Verteilerdose, Spritzeinsatz, Werkzeug zum Vulkanisieren

② Der 3D gedruckte Spritzeinsatz

In die Verteilerdose wird verschiedene Hardware, wie z.B. ein geeigneter Spritzeinsatz eingebaut. Solch einen Spritzeinsatz mit spezifischem Sprühbild für unsere Verteilerdose wurde ebenso im DLP Verfahren gedruckt. Um eben genau das gewünschte Sprühbild zu erreichen, ist hier ein sehr detailreicher Druck von großer Relevanz.
 
An dem Spritzeinsatz erkennt man sehr gut wie genau der DLP Drucker von Loctite wirklich druckt. Die Drucke werden in Schichten von nur wenigen Mikrometern gedruckt.  
Passgenaue Anfertigung: Die Spritzdüse passt perfekt in die Verteilerdose.

③ Das 3D gedruckte Werkzeug zum Vulkanisieren

Das dritte gedruckte Bauteil, wird als Werkzeug zum Vulkanisieren der Dichtungsringe, welche an die Verteilerdose angebracht werden. Dabei wurde aufgrund der hohen Temperaturbelastung bei der Vulkanisation (ca. 160°C) und des aufgebrachten Drucks das äußerst temperaturbeständige Loctite® 3860 High Temp Resin genutzt. Das gedruckte Werkzeug sollte für die Vulkanisation von bis zu 40 Dichtungsringen genutzt werden, damit sich dieses Werkzeug bereits amortisiert hat.

Montage und Testlauf

Nach der Montage des Regner-Prototypen kam es zum ersten Testlauf. Aufgrund der Präzision unseres DLP Druckers funktionierte der Regner zuverlässig und konnte unsere hohen Ansprüche erfüllen.

Vorbereitung für den ersten Testlauf der Regner. Montage der Verteilerdose, mit vulkanisiertem Dichtring und der Spritzdüse des Regners der Hydra Serie.
Nahaufnahme: Die transparente Verteilerdose und der Spritzeinsatz in einem Regner-Prototypen im Einsatz. 
Der Prototyp wurde sofort getestet, um sicherzugehen dass Sprühweite und Sprühbild den Vorstellungen der Firma Perrot Regnerbau entsprechen. 

Die Vorteile im Überblick


Bei allen drei Anwendungen handelt es sich um gedruckte Prototypen. Die Herstellung eines solchen Prototypen dauert auf herkömmlichen Wegen oft bis zu vier Wochen, wir konnten diese Herstellung durch den 3D Druck auf nur einen Tag pro Bauteil verringern. Eine beachtliche Zeitersparnis, welche in der Entwicklung neuer Produkte einen entscheidenden Vorsprung erbringt.

Ebenso ist durch den 3D Druck hochfunktionaler 3D-Prototypen der Prozess der Produktentwicklung ausschließlich intern möglich und somit ist es nicht mehr notwendig sensible Daten an Hersteller außer Haus zu senden.


Das Hochtemperatur-Harz:

Das lichthärtende schwarze Resin, Loctite® 3D 3860, wurde für den Einsatz im Hochtemperaturbereich entwickelt. Kurzfristig sind Belastungen bis ca. 210°C und dauerhaft ca. 180°C-190°C möglich.

 Gerade die Anwendung bei der Herstellung von Mouldingformen für Kunststoffspritzgusswerkzeuge oder auch Prägewerkzeuge zum Vulkanisieren eines Gummidichtringes, wie im Foto rechts zu sehen, eignet sich dieses Resin hervorragend.

Parallel testen wir im Henkel Labor in Dublin ein spezielles Coating - eine Beschichtung, die das Formteil beim Backen nicht beeinträchtigt und sich zudem die Anzahl der Zyklen des Werkzeugs
deutlich erhöhen soll. Über die Ergebnisse halten wir Sie auf dem Laufenden.

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