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1. 3D-Druck mit verschiedenen Pulvern



1.1 Binder Jetting


Binder Jetting ist ein additiver Prouktionsprozess. Druckköpfe tragen einen flüssigen Kleber auf dünne Pulverschichten. Das Bauteil entsteht dann durch das Zusammenkleben des Pulvers und der einzelnen Schichten. Bei Binder Jetting ist es möglich mit ganz verschiedenen Materialien zu drucken, wie z.B. Metallpulver, Sand oder Keramik. Beispielsweise bei Sand ist keine weitere Nachbearbeitung nötig. Andere Materialien werden nach dem Binder Jetting ausgehärtet und gesintert oder auch mit anderen Materialien infiltriert.

Materialien:
  • Gips, Kunststoffpulver, Keramik, Glas, andere pulverförmige Materialien

Vorteile:

  • schnell
  • preiswert
  • Überhängende Strukturen sind gut zu erstellen, da nicht verwendetes Pulver als Stütze dient
  • Resourcenschonend da nicht genutztes Pulver wiederverwendbar
  • verschiedene Farben 
  • sehr große Teile druckbar

Nachteile:

  • Objekte müssen nachbearbeitet werden (Infiltration)
  • Auflösung ist beschränkt und hängt von Pulver ab
  • beschränkte mechanische Eigenschaften



          1.2 SLS (Selective Laser Sintering, Selektives Laserschmelzen)

 
Funktioniert ähnlich wie das 3DP Verfahren, denn auch hier liegt das Material in Pulverform vor, doch es nutzt nicht wie das 3DP Verfahren Klebstoffe um das Pulver zu verbinden, sondern es verschmilzt die einzelnen Layers mithilfe eines Hochleistungs-Lasers (CO2 Laser) unter einer Schutzatmosphäre.
 
Materialien:
  • Kunststoffe, Pulver aber auch Metalle, Keramiken und Sand
Vorteile:
  • Es lassen sich auch Materialien wie Metalle, Keramiken und Sand verarbeiten
  • Überhängende Strukturen sind gut zu erstellen, da nicht verwendetes Pulver als stützte dient
  • Resourcenschonend da nicht genutztes Pulver wiederverwendbar
  • Farbige Objekte
Nachteile:
  • Objekte müssen nachbearbeitet werden (Infiltration)
  • Auflösung ist beschränkt und hängt von Pulver ab



          1.3 EBM/EBAM (Electron Beam Additive Manufacturing, Elektronenstrahlschmelzen)


Bei dem Elektronenstrahlschmelzen-Verfahren werden nach ähnlichem Prinzip des 3DP Verfahrens pulverförmige Metalle über eine gut steuerbaren Elektronen strahl unter Vakuum verschmolzen. Das Vakuum dient dazu auszuschließen, dass Sauerstoff im Objekt eingeschlossen wird. Bei diesem Druckverfahren entstehen so sehr feste metallische Objekte, welche einen komplexen Aufbau besitzen können.

Materialien:
  • Metalle, höherer Schmelzpunkt wie Titan
Vorteile:
  • Schneller als andere Druckvorgänge wie SLS
Nachteile:
  • Schlechtere Auflösung als andere 3D Druckverfahren wie SLS
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